Wenn ich an Sommerferien in Deutschland denke, denke ich an einen warmen Tag am See, an ein Picknick auf einer Wiese und an lange Abende, an denen man irgendwann vergisst, wie spät es eigentlich ist.
Ich komme aus dem Schwarzwald. Dort gehört es für mich zum Sommer, mit Freunden an einen kleinen See oder Weiher zu fahren, schwimmen zu gehen und danach einfach auf der Wiese zu liegen. Manchmal mit Blick auf die Berge, manchmal mit Blick über eine Stadt – und meistens mit viel zu viel Essen im Picknickkorb.
Am Abend wird im Garten gegrillt. Jede Person bringt etwas mit, jemand hat zu viel Salat vorbereitet und am Ende bleiben alle länger als geplant.
Auch in den Städten ist im Sommer fast jedes Wochenende etwas los. Es gibt Konzerte, Kulturveranstaltungen, Weinfeste und kleine Stadtteilfeste. In meiner Heimat nennt man so ein Fest manchmal einen „Hock“: Vereine stellen Stände auf, es gibt Essen, Bier oder Wein, Musik und meistens trifft man früher oder später jemanden, den man kennt.
Einer meiner liebsten Sommermomente kommt erst spät am Abend. Im August kann man sich mit einer Decke auf eine dunkle Wiese legen und nach Sternschnuppen der Perseiden suchen. 2026 wird ihr Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet.Manchmal sieht man lange gar nichts – und genau dann zieht plötzlich eine Sternschnuppe über den Himmel.
Seit ich in Japan lebe, merke ich, wie sehr ich diese langen, hellen Sommerabende in Deutschland mag. Ein schöner Sommer braucht für mich deshalb keinen perfekten Reiseplan. Ein See, eine Wiese, gutes Essen und Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt, reichen meistens schon.
Wie sieht euer perfekter Sommertag aus? Und gibt es bei euch ein Sommerfest oder eine Tradition, auf die ihr euch jedes Jahr freut?
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