Das Ende ist mein Anfang von Tiziano Terzani
Terzani blickt am Ende seines Lebens auf Jahrzehnte voller Reisen, Arbeit und Erfahrungen zurück. Was mich daran berührt hat, ist, wie wenig Bedeutung viele Dinge plötzlich bekommen, die uns im Alltag so wichtig erscheinen. Karriere, Status, Tempo, immer noch ein Ziel mehr. Am Ende geht es bei ihm viel stärker darum, aufmerksam zu leben, neugierig zu bleiben und nicht ständig dem Nächsten hinterherzulaufen.
When Breath Becomes Air von Paul Kalanithi
Paul Kalanithi steht eigentlich noch mitten im Leben: Arzt, Karriere, Zukunftspläne. Dann wird er selbst schwer krank. Plötzlich verändert sich die Frage komplett. Nicht mehr: „Was möchte ich irgendwann erreichen?“, sondern: „Was ist mir wichtig, wenn ich nicht weiß, wie viel Zeit mir überhaupt noch bleibt?“ Besonders stark fand ich, dass er darauf keine einfache Antwort findet. Er versucht einfach weiter, seinem Leben Bedeutung zu geben – als Arzt, Partner, Vater und Mensch.
Vielleicht sind mir beide Bücher deshalb so im Kopf geblieben. Sie erinnern mich daran, dass ein gutes Leben nicht erst irgendwann beginnt, wenn alles geschafft ist. Und dass man manche Dinge nicht ständig auf später verschieben sollte.
Nicht jede Entscheidung muss vernünftig oder produktiv sein. Manchmal reicht es auch, etwas zu tun, weil man neugierig darauf ist, weil man Zeit mit jemandem verbringen möchte oder weil es sich einfach richtig anfühlt.
Welches Buch hat euren Blick auf das Leben verändert?
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